Archiv für den Monat: Oktober 2019

Auswandern in die Schweiz

In die Schweiz auswandern Teil 2: Arbeiten in der Schweiz

Der erste Arbeitsvertrag in der Schweiz

Wenn du Deinen ersten Arbeitsvertrag bekommst darfst du dich nicht wundern, wenn dieser nur aus einem DIN-A4-Blatt besteht. Meistens bekommt man noch ein Gesamtarbeitsvertrag in Form eines Büchleins mit auf dem Weg. Auf dem DIN-A4-Blatt steht dann wieviel Stunden gearbeitet wird, wieviel man im Monat verdient und für welche Position man eingestellt wird. Das Gehalt wird in der Schweiz in Brutto als Pauschaler fester Betrag auf dem Vertrag angegeben. z.b 5100 fr für 170 Std. Arbeitet man weniger, sammelt sich ein Minus an und bei Überzeit bekommt man dies als Plus gutgeschrieben. In der Schweiz hat man in fast allen Unternehmen ein 13 Monatsgehalt.

Vorstellungsgespräch in der Schweiz

Es gibt nicht viel zu sagen. Ein Vorstellungsgespräch in der Schweiz kann sich über mehrere Stunden ziehen und ist in der Regel sehr Trocken und Diplomatisch.

Lohnverhandlungen übliche Lohnhöhe in der Schweiz

In der Schweiz wird der Lohn mit dem Arbeitgeber immer verhandelt. Die Frage: „Wie sind ihre Lohnvorstellungen?“ Wird man immer hören. WICHTIG. Wir Deutsche neigen dazu diese Frage mit einem e..h… ehmmm… uhgg…. Zu beantworten. Erkundigt euch vorher wieviel in euerem Beruf üblich ist. In meinem E-Book habe ich die üblichen Löhne für diverse Kantone und Berufszweige zusammengefasst.
Beispiel. Bewirbt sich ein 25 – 30-Jähriger fürs Lager oder um einen Fabrikjob, dann sind Löhne zwischen 4300-4600 üblich. Das sind auch die Mindestlöhne für Vollzeit im Gewerblichen Bereich. Als Beispiel, Ein MC Donalds Mitarbeiter verdient in der Schweiz ca. 18.00 – 24.00 Fr in der Stunde.

erste Lohnabrechnung in der Schweiz

Nachdem man die erste Lohnabrechnung bekommen hat, wird man verwundert feststellen, dass ziemlich viel hängen bleibt am Monatsende. Anders als in Deutschland muss man seine Krankenversicherung und die Steuer selber entrichten. Sollte man im Besitz eines B Ausweises sein, so wird man Quellen versteuert. Man bekommt die Steuer automatisch am Monatsende abgezogen. Bei einem C Ausweis muss man diesen betrag auf die Seite legen. 10% vom Einkommen sollten auf ein separates Sparkonto gelegt werden. Man kann davon ausgehen, dass ein ganzer Monatslohn für die Steuer am Jahresende fällig wird.

Es gibt in der Schweiz zwei Rentenkassen, einmal die Staatliche Rentenkasse und einmal die zweite Säule welche zum teil vom Arbeitgeber übernommen wird. In der Schweiz zahlt man in 10 Jahren so viel Geld ein, wie in Deutschland in 30 Jahren.

arbeitslos in der Schweiz Arbeitslosengeld

In der Schweiz kann man schneller arbeitslos werden, als man bis drei zählen kann. Es ist erlaubt einen Mitarbeiter ohne Begründung zu entlassen. Wenn einem Chef das Gesicht nicht gefällt kann er einen entlassen. Das Passiert sogar öfter als man denkt. Was in meinen Augen ein sehr krasses Problem darstellt. Den so erhöht der Arbeitgeber ständig den Druck und verlangt zum Teil das unmögliche. Da die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sehr hoch sind, aber auch der Wohlstand auf einem sehr hohen Niveau ist, möchte es keiner riskieren gekündigt zu werden. Weshalb die Menschen in der Schweiz oft am Limit laufen.

Solltest es einmal zu Arbeitslosigkeit kommen, ist man sehr gut versichert. Hat man 18 Monate durchgearbeitet, bekommt man 400 Tagegelder Arbeitslosenentschädigung. Das entspricht etwa 22 Monate.

Das Arbeitsamt (RAV) in der Schweiz schaut dem Arbeitssuchenden sehr streng auf die Finger. Es muss monatlich eine gewisse Anzahl Bewerbungen vorgewiesen werden. Termine müssen eingehalten werden ansonsten bekommt man von der Arbeitslosenkasse einige Tagegelder abgezogen. Anders als in Deutschland, ist der Service im RAV sehr gut. Man wird unterstützt und bekommt jede erdenkliche Hilfe. Warteschlangen oder stundenlange Wartezeiten wird man im RAV nicht erleben. Es ist alles sehr gut koordiniert und strukturiert. Kompetente Mitarbeiter sind immer über Email kontaktierbar.

Es gibt auch die Möglichkeit, sein Arbeitslosengeld nach Deutschland in zu exportieren und das in voller Höhe. Allerdings nur für 3 Monate.

Auf dem Arbeitslosenrechner kann man seinen Anspruch und die Tagegelder berechnen.
https://www.arbeitslosenrechner.ch

Wohnung in der Schweiz finden

Miete Kosten und Mietkaution in der Schweiz

Wohnungen sind in der Schweiz sehr Teuer. Für eine 3-4 Zimmer Wohnung muss man in der Regel mindestens 1450 – 1800 Fr einplanen. In Basel, Zürich oder Bern sind die Mietpreise erheblich teurer. Als Faustregel kann man sagen, dass ein Drittel des Einkommens kann als Budget für Miete verwendet werden kann.

Eines sei noch erwähnenswert. In der Schweiz gehören Einbauküchen zum Standard in jeder gemieteten Wohnung. Diese sind meist sehr hochwertig und mit sehr guten Geräten ausgestattet.

Eine Mietkaution ist ebenfalls üblich 1-3 Monatsmieten können vom Vermieter verlangt werden.

Wohnungen findet man
https://www.homegate.ch
https://www.comparis.ch
https://www.immoscout24.ch

Wohnung kündigen in der Schweiz

Die meisten Verwaltungen haben feste Kündigungszeiten. Es ist nicht wie in Deutschland üblich das man zum Ende eines jeden Monats kündigen kann. Meistens sind Übergametermine festgelegt, und zwar immer zum Anfang eines Quartals. Es ist wichtig auf dem Mietvertrag zu schauen bevor man eine neue Wohnung anmietet.

Lebensunterhalt in der Schweiz

Das die Schweiz teuer ist zeigt sich nicht nur im Supermarkt, auch Unternehmungen kosten meist doppelt so viel wie in Deutschland. Ein Kinobesuch zu dritt, mit Popcorn und Getränk, kostet schnell 100 Fr (92 €).

Wer mit der Gondel eine Fahrt auf den Titlis oder zum Trübsee unternehmen möchte, ist schnell 55-158 Fr pro Person los (50-145 €). Meist werden diese Fahrten nur in eine Richtung berechnet und der Rückweg ist teurer als der hinweg.

Auswärts Essen

Als Indikator kann man hier den Big Mac® von Mc Donalds nehmen. Die Schweiz hat den teuersten Big Mac® der Welt. Mit 6.90 Fr (6.40 €) ist allein der Burger so teuer wie hierzulande ein ganzes Menü.

Quelle. Statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/199335/umfrage/big-mac-index–weltweiter-preis-fuer-einen-big-mac/

Eine kleine Salamipizza Pizza kostet in der Schweiz 19 Fr im Vergleich zu Deutschland, wo eine Salamipizza 6-7 € kostet ist der unterschied sehr groß.

Ein Restaurantbesuch Pizzeria, Stake-House oder Vergleichbares kostet für 3 Personen 150 – 180 Fr (137-165 €)

Preise Dienstleistungen Schweiz

Sehr teuer sind Dienstleistungen wie Autoreparaturen oder andere Handwerkliche Leistungen. Was natürlich dem hohen Lohnniveau zu verdanken ist.

Lebensmittelpreise Schweiz

Coop und Migros sind in der Schweiz wie Aldi und Lidl in Deutschland. Zwar ist sind Aldi und Lidl auch in der Schweiz vertreten, doch diese Läden sind nicht so gut besucht wie in Deutschland.

Coop und Migros sind Marktführer in der Schweiz gefolgt von Denner. Hier einige preise im vergleich zu Deutschland.

ACHTUNG: Preise beziehen sich auf SB Fleisch und Regalware. Fleischpreise an der Theke sind 4 – 6x teurer als in Deutschland. In der Schweiz habe ich einmal für ein 250g Dryage Stake an der Theke 70 Fr (64.27 €) gezahlt.

Schweiz Preise sind in € Kurs 1.09 CHF Schweiz Deutschland
Milch 1.47 0.71
Vollkornbrot 500g 2.62 – 3.30 0.49 – 0.99
Weizenbrötchen 0.98 – 1.12 0.19
6 Bio Eier 5.05 1.39 – 1.69
Broccoli 1 KG 9.00 – 9.50 1.48 – 1.72
Jacobs Kaffee 500g 8.08 5.49
 Hähnchenbrust 1 KG
100g
31.13
3.11
6.80
0.68
BIO Hähnchenbrust 1 KG
100g
49.90
4.99
24.90
2.49

Nicht Alkoholische Getränke, wie Wasser, Cola und Icetea sind in der Schweiz im einiges Günstiger als in Deutschland.

Quelle.

Schweiz Preise sind online gleich wie vor Ort.  Migros ist im vergleich zum Coop etwa 8% günstiger. Allerdings sind die Qualitativen unterschiede, wie Edeka im Vergleich zu Lidl in Deutschland.

https://www.coopathome.ch
https://www.migros.ch/de.html

Deutschland Aldi – Lidl – Kaufland
https://www.supermarktcheck.de

Auswandern in die Schweiz

In die Schweiz auswandern Teil 1

Wir haben die letzten 10 Jahren in der Schweiz gelebt. Im August 2019 haben wir die Schweiz wieder verlassen. In diesem mehrteiligen Artikel, möchte ich euch unsere Erfahrungen zum Thema auswandern und leben in der Schweiz vermitteln.

Man braucht es nicht schönreden, die meisten Menschen möchten in die Schweiz auswandern, weil man dort sehr viel mehr verdient als in Deutschland. Der Finanzielle Aspekt steht bei den meisten Auswanderern im Vordergrund.
Im ersten Teil, auswandern in die Schweiz, möchte ich euch erzählen wie ihr in die Schweiz auswandern könnt. Wie man eine Arbeit in der Schweiz finden kann. Worauf ihr bei Lohnverhandlungen in der Schweiz achten müsst. Wie hoch übliche Löhne in der Schweiz sind und welche Kosten auf euch zukommen. Im zweiten Teil erzähle ich euch, wie ihr mit Herrn und Frau Schweizer umgehen müsst um als Deutscher nicht anzuecken. Und warum wir- und viele andere Rückwanderer wieder zurückgekehrt sind.

In die Schweiz auswandern, aber wie?

Es gibt einige Wege um in die Schweiz auszuwandern. Die häufigste Möglichkeit in die Schweiz zu kommen ist eine Arbeitseinladung eines Unternehmens. Das ergibt sich entweder durch eine Filiale in Deutschland oder eine zuvor eingereichte Bewerbung.
Am einfachsten ist es, wenn man jemanden kennt bei dem man sich zuvor Anmelden kann, ein Freund oder Familienmitglied. Es ist etwas verzwickt, aber in der Schweiz kann man als Ausländer keine Wohnung mieten, wenn man keinen Arbeitsvertrag hat. Aber um einen Arbeitsvertag zu bekommen, muss man einen festen Wohnsitz vor Ort haben. Außer man hat eine Einladung wie oben bereits erwähnt.

Ich kenne einige tricks um schnell Fuß zu fassen, -und wie man trotz der Hindernisse einen Wohnsitz und einen Job in der Schweiz bekommt. Wer infos braucht, kann sich mein E-Book gegen eine kleine Spende Runterladen.

Arbeit in der Schweiz finden

Etwa seit Januar 2019, ist jedes Unternehmen in der Schweiz verpflichtet, eine offene Stelle zuerst auf dem RAV (Arbeitsamt Schweiz) auszuschreiben. Somit ist es für Jobsuchende leichter eine passende Stelle in der Schweiz zu finden. Wer in der Schweiz leben möchte, muss entweder viel Geld besitzen oder im Vorfeld eine Arbeit finden. Um einen Job in der Schweiz zu finden, muss man nicht zwingend besondere Fähigkeiten mitbringen. Auch für ungelernte und für Menschen ohne Ausbildung ist dieses Land ebenfalls zugänglich.
Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erheblich besser als hierzulande. Menschen ohne Berufsausbildung, haben zu jederzeit die Möglichkeit sich weiterzubilden und so einen besseren Status zu erreichen. Oft sind diese zusätzlichen Ausbildungen mit sehr hohen Kosten verbunden. Doch viele Arbeitgeber übernehmen diese zum Teil oder sogar komplett.

Links:
https://www.arbeit.swiss RAV Schweiz

Zeitarbeit in der Schweiz

Zeitarbeit ist in der Schweiz eine sehr gute Möglichkeit, um sofort in ein Arbeitsverhältnis zu kommen. Anders als in Deutschland, wird Zeitarbeit in der Schweiz sehr gut bezahlt. Mit Gehältern von 26.00 – 29.00 CHF (26.00 Euro) die Stunde wird man gut entlohnt. Auch werden Zeitarbeiter sehr gut behandelt, man genießt dieselben Arbeitsbedingungen wie ein Festangestellter. Dies kann man in Deutschland weiß Gott nicht behaupten. Doch diese Art seinen Lebensunterhalt zu verdienen hat auch einige Schattenseiten. Welche erfahrt ihr in meinem E-Book. Denn es gibt gewisse Aspekte die man wissen sollte bevor man einen Job in einer Zeitarbeitsfirma in der Schweiz sucht.

Info: In meinem E-Book findest du eine Liste verschiedener ausgesuchter Zeitarbeitsfirmen und einige Hinweise die du unbedingt beachten musst, bevor du einen solchen Job annimmst.

Der Umzug in die Schweiz

Der Umzug ist unkompliziert. Beim Verpacken der Habseligkeiten sollte man darauf achten, dass die Kartons beschriftet sind. Dazu sollte eine entsprechende Packliste erstellt werden. Darauf muss klar erkennbar sein, was sich in den Kartons befindet. Wir mussten damals keine Liste vorzeigen, aber man hört unterschiedliche Storys. Lieber eine vorbereiten statt später an der Grenze in Erklärungsnot zu gelangen. Wer ein Auto in die Schweiz einführen möchte, muss dieses an der Grenze abklären und sich das Formular A20 Abholen. Dann hat man 12 Monate Zeit um sein Fahrzeug in der Schweiz anzumelden. Davor muss das Fahrzeug einer Schweizerischen Motorfahrzeug Kontrolle unterzogen wenden, die so genannte MFK. WICHTIG: Das Auto muss mindestens 6 Monate auf den Einwanderer zugelassen sein, sonst fällt Einfuhr Steuer an.

Auch hierzu habe ich Infos in meinem E-Book. Eigenes Auto in die Schweiz überführen und Führerschein Regelung

Ausländerausweis Schweiz L,G,B,C wo sind die Unterschiede

Kommen wir zum eingemachten. In der Schweiz bekommt jeder Einwanderer einen sogenannten Ausländerausweis. Diese werden in 4 Kategorien unterteilt. Es gibt noch weitere doch die sind für EU Mitglieder nicht relevant.

Ausländerausweis L

Mit dem L Ausweis bekommt man eine Aufenthaltsgenehmigung für 6 Monate. Damit hat man die Möglichkeit innerhalb dieser Zeit einen Job zu suchen.

Ausländerausweis G

Der Ausländerausweis G ist nur für Menschen interessant, die in Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten. Wer denkt der könnte davon profitieren, in der Schweiz zu Arbeiten und in Deutschland zu Wohnen, der hat sich getäuscht. Mehr Infos zum G Ausweis gebe ich im E-Book.

Ausländerausweis B

Der B Ausweis ist der Beste Ausweis, welchen man als Ausländer in der Schweiz haben kann. Mit diesem Ausweis kannst du fast soviel machen wie mit dem C Ausweis. Du kannst Handy Abos und Verträge abschließen. Auch Leasing und Finanzierungen sind mit dem Ausländerausweis B möglich. Dieser Ausweis ist 5 Jahre Gültig und wird, je nachdem wie du dich in die Schweiz integriert hast, nach 5 Jahren in einen C Ausweis umgewandelt. DAS BESTE AM B AUSWEIS. In diesen 5 Jahren wird dein Gehalt Quellenversteuert. Diese Quellensteuer ist günstiger als die normale Steuer. Du bekommst 5 Jahrelang deine Steuern automatisch vom Gehalt abgezogen. Du musst dich um nichts kümmern. Der Nachteil ist, im falle einer Arbeitslosigkeit, hat man 6 Monate Zeit einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Ansonsten muss man, im schlimmsten Fall, die Schweiz wieder verlassen.

Ausländerausweis C

Mit dem C Ausweis (Niederlassungsbewilligung) hat man dieselben Privilegien wie ein Schweizer, außer das Wahlrecht. Sollte man Arbeitslos werden mit dem Ausländerausweis C, bekommt man je nachdem wieviel Jahre man gearbeitet hat, bis zu 400 Tagegelder. Das sind ca. 22 Monate. Dieser Ausweis hat einen entscheidenden Nachteil. Das Gehalt wird nicht mehr Quellenversteuert.

Selbständig machen in der Schweiz als Deutscher

Hierzu findest du Infos in meinem E-Book.

Voraussetzungen um sich in der Schweiz anzumelden

Um sich anzumelden benötigt man einen Ausweis oder Reisepass, einen Arbeitsvertrag und einen Mietvertrag. Ein paar Tage später bekommt man seinen Ausländerausweis.

Krankenversicherung in der Schweiz

Die Obligatorische Krankenversicherung (Gesetzlich vorgeschriebene Grundversicherung) ist zwingend nötig. Diese muss zeitgleich mit dem Arbeitsvertrag abgeschlossen werden. Es kommt sogar vor, dass die Gemeinde bei der Anmeldung des Wohnsitzes die Versicherungspolice Verlangt. Die Versicherung wird nicht wie in Deutschland üblich vom Lohn abgezogen. Die günstigste Obligatorische Versicherung mit einer jährlichen Franchise (Selbstbeteiligung) von 2500 Fr. Kostet ca. 250 Fr pro Person. Kinder bis 18 Jahre kosten ca. 60 Fr. Alle Arztrechnungen bis 2500 Fr müssen zunächst selbstgezahlt werden bis die 2500 Fr erreicht sind. Eine Versicherung mit der niedrigsten Selbstbeteiligung 300 Fr, kostet etwa 350-450 Fr. Hierbei handelt es sich um die einfachste Versicherung.

Kleines Haus Tiny Haus bauen

Was ist ein Tiny Haus ?

Kleine Häuser oder auch Tiny Häuser sind in aller Munde. Wie so vieles kommt auch dieser Trend aus den USA. Dort wächst die Tiny Haus Community täglich an. Aber auch in Deutschland wird diese Art zu Wohnen immer mehr zum Trend.

Ein Tiny Haus zu bauen ist günstig und wenn man es richtig plant, muss man auf nichts verzichten. Ein Tiny Haus muss nicht zwingend auf Rädern gebaut werden. Auch feststehende kleine Häuser haben das Privileg sich Tiny Haus zu nennen. Kleine Häuser nehmen immer mehr an Beliebtheit zu, so langsam scheinen wir zu erkennen, was wichtig ist im Leben, ein großes vorzeigbares Haus gehört definitiv nicht mehr dazu.

Wie groß ein Tiny Haus ist entscheidet jeder für sich selber. Für den einen ist es das Klassische mobile Haus auf Rädern. Für die anderen ist es ein Feststehendes Haus ab 30m2. Ich habe bereits einen Beitrag zu unserem Tiny Haus in Polen geschrieben, darin beschreibe ich wie es möglich ist, solch ein Haus zu realisieren.

Neuerdings Planen wir eine Tiny Haus Siedlung in Polen. Ein Grundstück und die ersten Pläne für Häuser sind schon vorhanden. Geplant ist eine Siedlung mit 3-5 Häusern und einem Zentralem Gebäude mit Küche und großem Ess-und Aufenthaltsraum.

In der Kategorie Tiny Haus Siedlung, halte ich euch über das Projekt am laufenden.

Welche Arten von Tiny Häusern gibt es Vor und Nachteile eines Tiny-Haus

Auf Rädern – Das Klassische Tiny Haus ist auf Rädern. Dabei handelt es sich im einen PKW oder LKW Anhänger.

Vorteil:

  • mit diesem Haus ist man ungebunden.

Nachteil:

  • Toilette/Wasser und Abwasser ist meist nur eine Campingtoilette
  • schlecht isoliert
  • Gewichts-Beschränkung meist nur 3500 Kg
  • sehr klein

Feststehendes Haus – Ein kleines Haus ebenerdig mit 25-50 m2. Meist auf Punktfundament oder Bodenplatte.

Vorteil:

  • mehr Platz
  • Strom und Wasser kann von der Stadt bezogen werden
  • besser isoliert
  • etwas fürs Alter

Nachteil:

  • nicht Mobil
  • Baugenehmigung nötig

Modulare Tiny Häuser – Ein Modulhaus ist eine Alternative zwischen Anhänger und Feststehendem Haus. Diese Häuser lassen sich beliebig erweitern und Transportieren.

Vorteil:

  • je nach Bedarf erweiterbar
  • transportfähig
  • Medienanschlüsse (Wasser, Abwasser und Strom) über Stadt oder Autark

Nachteil:

  • hohe Transport kosten bei Umzug
  • hohe Anschaffungskosten 70`000 +

Warum ein Tiny Haus

Diese frage muss man sich von Freunden und Familie immer wieder anhören. Ich antworte immer, warum nicht, was spricht den dagegen?

Wozu brauche ich viel Wohnraum. Damit die überflüssigen Gegenstände die ich nicht brauche, den überflüssigen Platz einnehmen? Wir müssen anfangen umzudenken. Wir brauchen keine Vorzeigeobjekte.

Frei nach dem Motto:

klein, mein, bezahlt!